ESWE Versorgung setzt Maßstäbe mit Zertifikat „Energiemanagement“

Zertifizierung in der Netzleitstelle (v. re.): Götz Blechschmidt (Geschäftsführer DQS), Ralf Schodlok (Vorstandsvorsitzender ESWE Versorgungs AG), Michael Schneider (neuer Energiemanagementbeauftragter bei ESWE Versorgung), Jörg Höhler (Vorstand ESWE Versorgungs AG).

Zertifizierung in der Netzleitstelle (v. re.): Götz Blechschmidt (Geschäftsführer DQS), Ralf Schodlok (Vorstandsvorsitzender ESWE Versorgungs AG), Michael Schneider (neuer Energiemanagementbeauftragter bei ESWE Versorgung), Jörg Höhler (Vorstand ESWE Versorgungs AG).

Wiesbaden, 05.08.2014 –  „Über das Thema Energiesparen wird zwar viel geredet. In Wahrheit aber steigt der Energieverbrauch deutschlandweit“, sagt Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG. „Deshalb gehen wir jetzt mit gutem Beispiel voran und setzen wieder einmal Maßstäbe.“ Denn ESWE Versorgung hat jetzt ein eigenes Energiemanagementsystem zertifizieren lassen – nach ISO 50001.

„Die hessische Landeshauptstadt hat sich verpflichtet, den Gesamtenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu reduzieren“, erklärt ESWE-Versorgungs-Vorstand Jörg Höhler. „Als kommunaler Energiedienstleister fangen wir da natürlich bei uns selbst an.“ Seit 1998 schon existieren im Betrieb Vorgaben zum Energiesparen und beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe im Rahmen des kommunalen Umweltprogramms Ökoprofit der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Umsetzung dieser Aufgabe. Mit der jetzigen Zertifizierung erfährt dieses anspruchsvolle Projekt ein „Upgrade“.

Für das Energiemanagement wurde eigens eine neue Beraterstelle geschaffen und besetzt. Eingeführt wurde es bei ESWE Versorgung im letzten Jahr – mit bis jetzt insgesamt 17 Einzelmaßnahmen. Und es werden immer mehr. Das Ziel: Energieeffizienzpotentiale erkennen und nutzen. Jörg Höhler, als technischer Vorstand verantwortlich für das Projekt, zählt einige Maßnahmen auf:

  • So wird der Fuhrpark nach und nach auf Erdgasfahrzeuge umgestellt. 45 Tonnen des giftigen Treibhausgases Kohlendioxid (CO?) wurden so bereits eingespart.I
  • n einem Anbau werden zur Zeit dreifachverglaste Scheiben eingesetzt. Erwartete Ersparnis: 90 000 Kilowattstunden Heizenergie – das entspricht ca. 18 Tonnen CO2.
  • In der Tiefgarage wird die Beleuchtungsanlage mittlerweile von einem Bewegungsmelder gesteuert. Ersparnis bis jetzt: 24,75 Tonnen CO2.

Nun erfolgte die offizielle Zertifizierung des Managementsystems nach internationalem Standard: ISO 50001 ist eine weltweit gültige Norm, die Unternehmen auf dem Energiesektor mit ihren Planungen bewertet und unterstützt.

Durchgeführt wurde das Audit von der DQS GmbH, Deutschlands erster und weltweit drittgrößter Managementsystem-Zertifizierungsstelle.
Deren Geschäftsführer Götz Blechschmidt war eigens zur Zertifikatsübergabe in Wiesbaden angereist. Sein Lob: „Der Aufbau des Programms ging bei Ihnen sehr zügig. Und Sie handeln als echte Überzeugungstäter.“ Damit zählt ESWE Versorgung hessenweit zu den bisher erst wenigen Energieversorgern, die sich dieser Prüfung unterzogen haben. Für Schodlok, ist die Zertifizierung auch ein Schritt hin zu einem neuen Geschäftsfeld: „Energieintensive Unternehmen brauchen Berater, die ihnen Einsparmöglichkeiten aufzeigen können. Durch die ISO 50001 sind wir jetzt in die Lage versetzt worden, entsprechende Dienstleistungen für Großkunden anzubieten. In Zukunft wird dies für uns sehr wichtig.“